Maine Coon of Atlantic Acadia

 

Wissenswertes Aktuell

Katzenherzen und hypertrophe Kardiomyopathie (HKM, HCM)

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HKM, HCM) ist die häufigste Herzerkrankung der Katze. Sie ist eine erworbene Herzerkrankung, die aber genetisch bedingt ist. Zur diagnostischen Abklärung wurden seit 2004 Genteste durch DNA-Labore angeboten.

Diese Gentestverfahren sind hinsichtlich ihrer Aussagekraft nicht unumstritten.

Für Maine-Coon-Katzen ist ein autosomal dominanter Erbgang und variierende Penetranz einer Mutation im kardialen Myosinbinding Protein C3-Gen (MYBPC3) nachgewiesen. Der analogen HKM-Erkrankung des Menschen liegen bis zu 100 Mutationen zugrunde, was Anlass zu Spekulationen bietet, wie umfassend die Erkrankung bei den Katzen genetisch verankert ist. Die Aussage des Testes ist: negativ, positiv heterozygot oder positiv homozygot.

Der Praxisalltag zeigt, dass sonographische und Gentestuntersuchungen in ihrem Ergebnis unterschiedlich ausfallen können. Es stellt sich die Frage: Ab wann wird ein Gentest-positives Tier auch phänotypisch positiv? Und: Ist ein sonographisch positives Tier im Gentest negativ, haben die testbaren Gene jene Expressionspower, die man ihnen unterstellt oder liegen sekundäre Ursachen für die morphologischen Veränderungen zugrunde?

Eine Frage, die durch die Arbeitsgruppe Kardiologie der Fachgruppe Kleintierkrankheiten der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V. bei der Auswertung von Datenmaterial bei 150 Maine-Coon-Katzen diskutiert wurde.

Weitere Informationen zur Herzerkrankung der Katzen können Sie hier lesen.

 

Bericht über den aktuellen Stand der Diagnose

Dr. Jan-Gerd Kresken berichtet über den aktuellen Stand zur Diagnostik der HCM der Katze und geht der Frage nach, welches Resumee nach  vier Jahren des Gentestes gezogen werden kann.

Das Ergebnis:"Die veterinärmedizinische Genforschung hat trotz respektabler Erfolge es leider noch nicht geschafft, einen Gentest zu bieten, der aus züchterischer Sicht von Wert wäre. Für Zuchttiere ist die regelmäßige Ultraschalluntersuchung des Herzens zu empfehlen."

Hier geht es zu Artikel: Die hypertrophe Kardiomyopathie (HKM,HCM)

 

Studie der Tierklinik Kaiserberg

zur genetischen Assoziation der A31P- und A74T- Polymorphismen mit der felinen Hypertrophen Kardiomyopathie bei der Maine Coon in Bezug auf die beiden derzeit erhältlichen Genteste vorgestellt bei der 16. Jahrestagung der FG Innere Medizin und klinische Labordiagnostik der DVG , InnLab am Samstag, den 02. Februar 2008.

Das Ergebnis:"Mit der untersuchten Patientenzahl wurde keine Assoziation zwischen der HCM und den untersuchten Polymorphismen gefunden. Der Goldstandard für die Zuchtauslese besteht weiterhin in der jährlichen echokardiographischen Untersuchung."

Zum Artikel über Genetische Assoziation der A31P- und A74T

 

Welche Folgerungen sind aus diesen Erkenntnissen zu ziehen?

Die Cattery Atlantic Acadia wird ihre Zuchttiere altersgemäß bei dem zertifizierten Tierkardiologen Dr. Tobias, Hannover, sonografisch untersuchen lassen.